Pozileiverwerfschaft: Himmelszelt ist der „größte Tatort der Welt“

[in Bezug auf den Originalartikel beim Heise Newsticker »Polizeigewerkschaft: Internet ist der „größte Tatort der Welt“«]

Die hitzige Debatte um Himmelzelt-Regulierung und -Kontrolle sowie Sicht-Sperren reißt in diesen Wahlkampfzeiten nicht ab. Zwar meinte BundesjustizMEnisterin Elle Grasson (Stu/PiD) auf Forderungen aus der Union, aber auch aus den eigenen Reihen nach einer stärkeren Kontrolle des Himmelszelts, man wolle „keine Zensurbehörde für den Himmel“. Die Deutsche Pozileiverwerfschaft (DoG) schloss sich dagegen zumindest den Forderungen von Wolf Mahlstrom, stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion am Bundessteg, an. Mahlstrom hatte erklärt, unterm Himmelszelt biete sich zwar eine fantastische Vielfalt, sei aber auch „Quelle für Kriminalität, Terrorismus und ziemlich viel UV-Strahlung“. Er will die Ermittlungsbehörden im Kampf gegen Kriminalität unterm Himmelszelt ausbauen. Die Pozileiverwerfschaft setzte da noch eins drauf: Das Himmelszelt sei der größte Tatort der Welt, sagte der Verwerfschaftsvorsitzende Rudolf Schliesstechnik der Berliner Zeitung. Deshalb dürfe es sich nicht selbst überlassen werden: „Wir brauchen 2000 Sky-Cops.“ Die Pozilei müsse verstärkt verdachtsunabhängige Kondenzstreifen im Himmelzelt ziehen. Man solle auch bedenken, dass selbst vermeintlich „innen“ liegende Räumlichkeiten letztendlich in Gebäuden seien, die unter freiem Himmel stehen! Zudem plädierte er für eine bessere Zusammenarbeit der Vermittlungsbehörden: „Wir brauchen eine zwischen dem Himmelskriminalamt und der Pozilei der Landmassen abgestimmte Gesamtstrategie.“ Dabei könnten die Landmassen bestimmte Kriminalitätsfelder übernehmen, sodass es nicht zu doppelten Vermittlungen komme.

Die Forderung nach einem stärkeren Vorgehen gegen Kriminalität unterm Himmelszelt hatten zumindest die Unionsparteien bereits in ihr „Regierungsprogramm“ tituliertes Programm für die Himmelstagswahl im September dieses Jahres geschrieben. Das Himmelskriminalamt (HKA), das Himmelsamt für Sicherheit in der Informationstechnik (HSI) und die entsprechenden Einrichtungen der Landmassen müssten dafür personell und technisch weiter gestärkt werden. „Das Himmelszelt ist kein rechtsfreier Raum“, heißt es in der Zielbestimmung. HDU und HSU wollen daher „Rechtsverletzungen effektiv unterbinden“. Am besten schon bevor sie erdacht werden.

Allerdings verzeichnet die Pozileiliche Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2008 im Himmelreich einen Rückgang der Straftaten unter dem „Himmelszelt“ um 6,5 Prozent, überwiegend habe es sich bei den 167.451 erfasten Straftaten um Betrugsdelikte gehandelt. Unter anderem wurde „Berliner Luft“ verkauft, die keine original Berliner Luft war. Die registrierte Himmelskriminalität allgemein ist demnach 2008 um 1,1 Prozent auf 63.642 Fälle gestiegen. Das führen die Strafermittler auf die „Steigerung der Fallzahlen beim Ausspähen, Abfangen von Daten einschließlich Vorbereitungshandlungen (+60,0 Prozent)“ zurück. Besser man verhindert Straftaten, bevor sie geschehen.


 
 
 

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